Samstag, 15. Juni 2019

Batteriespeicher für später

Ich bin über eine WhatsApp-Gruppe auf eine interessante Speicherlösung gestossen.

Problem:
Eine PV-Anlage produziert dann Strom, wenn man meistens nicht zu Hause ist. In meinem Fall kann ich bei schönem Wetter gut mit dem Motorrad zur Arbeit fahren, und das E-Auto mit Solarstrom laden. Immer wird dies nicht klappen.

Bei der zunehmenden Verbreitung von E-Autos und PV-Anlagen wird es für die Stromanbieter immer schwieriger, dies alles zu regeln. Es muss ja immer gleich viel Strom produziert werden, wie gerade gebraucht wird. Gerade E-Auto-Gegner denken in dem alten Muster: Es muss immer so viel Strom produziert werden, wie gerade benötigt wird. Warum nicht umdenken? Anstatt das Angebot zu regeln, könnte man die Nachfrage steuern. Schon jetzt gibt es den Irrsinn, dass Strom an schönen Frühlingstagen insbesondere an Sonntagen auf der Börse mit negativen Strompreisen gehandelt wird. Das heisst, man bekommt Geld, wenn man Strom abnimmt. Als Endverbraucher hat man davon nichts, wenn man nicht in Österreich wohnt, und diesen Stromanbieter hat:
https://www.awattar.com/tariffs/hourly

Bei dem ist der Strom auch entsprechend günstig, wenn an der Börse der Strompreis negativ ist:

Auto laden und dabei Geld verdienen. Das Preismodell gefällt mir.... Leider in der Schweiz aktuell nicht erhältlich. OK, zum Strompreis hinzu kommt noch die Netznutzung, dann ist der Gesamtpreis normalerweise nicht mehr negativ. ;-)

Die Stromanbieter müssen zukünftig entweder deutlich mehr regeln oder aber sie machen halt auch solche Angebote, damit die Endverbraucher dann Strom beziehen, wenn sowieso ein Überfluss vorhanden ist.

Oder aber:
Die Batteriespeicher für Privatpersonen nehmen zu, dadurch kann das Netz selber stark entlastet werden. Tesla würde einen relativ günstigen Speicher anbieten: Die Tesla Powerall.
Leider in der Schweiz aktuell nicht wirklich erhältlich, da es diese aktuell nur 1phasig gibt. Kosten für 13,5 kWh: ca. 11'000.- (815.- pro kWh Speicherkapazität).
Die Firma innovenergy bietet auch Batterien an, welche jedoch nicht mit einem Li-Ionen-Elektrolyt arbeiten (wie die meisten), sondern mit einer Salznickel-Lösung. Vorteil: absolut ungefährlich, da nicht brennbar und jetzt schon zu 100% recyclierbar. Nachteil: Sie hat einen schlechteren Wirkungsgrad (Batterie hat rund 250 Grad) und kostet rund 17'000.- für 9kWh, also rund 1900.- pro kWh. Oder 25'000.- für 18 kWh (rund 1400.- pro kWh). Dafür ist hier gleich eine Notstrom-Funktion eingebaut.

Aber der Reihe nach:
* Haus fertig bauen
* Sparen
* PV-Anlage bauen
* Sparen
* Batterie verbauen




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